Tiefer eintauchen – Immersion

Für viele von uns bedeutet Yoga machen ganz einfach die Matte ausrollen und den Körper synchron zum Atem bewegen. Das macht oft gute oder zumindest bessere Laune und bringt den Kreislauf in Schwung, sorgt für einen guten Muskeltonus und ein gestärktes Immunsystem.

Das ist alles richtig so und wunderbar. Und doch erst der Beginn einer unendlich schönen Liebesbeziehung zu uns selbst und der Welt, in der wir leben.

Ich bin durch einen Trekking-Urlaub in Nepal auf Yoga gestoßen, das war Mitte der 90er. Zurück in Berlin begann ich mit unregelmäßigen Besuchen im damals revolutionären Studio Moveo meinen Yoga-Horizont zu weiten. Ich nahm Stunden bei Lehrern aus unterschiedlichsten Systemen und genoss den Frieden, der durch Yoga in meinen Körper einkehrte. Auch meine Gemütslage wurde etwas stabiler.

Erst nach der Geburt meines Sohnes wurde es ernst. Oder verbindlicher. Ich merkte, wie dringend notwendig die Zeit auf der Yogamatte für mich war. Mein Körper und Geist von ungewohnt wenig Schlaf gequält sehnte sich nach der Ruhe und dem Raum, die sich bei der Yogapraxis einstellen. Alles in mir wehrte sich gegen die Vorstellung, in meinem alten Beruf als Filmschaffende weiterzumachen – ich begann meine Ausbildung zur Yogalehrerin und durfte auch gleich unterrichten.

Mein Yoga änderte sich – statt mich führen zu lassen bereitete ich Klassen vor. Yoga war nicht länger mein Ruhepol und Kraftort. Ich war unglaublich nervös vor jeder Yogastunde, die ich akribisch vorbereitete (bin ich auch heute noch vor besonderen Klassen oder Workshops). Zum Glück begleiteten mich großartige Lehrer, die zu Vertrauten und Freunden wurden. Und zum Glück habe ich trotz großer Zweifel an mir als Yogalehrerin nicht aufgehört das Unterrichten zu üben. Auch das verdanke ich meinen Mentoren.

Ich weiß, daß ich in jeder Yogastunde, die ich besuche, etwas Neues lerne oder etwas Bekanntes besser verstehe. Ich lerne heute auch viel durch die Begleitung jüngerer Lehrer auf ihrem Weg zu sich selbst und bei deren Unterstützung auf dem Weg zum Lehren.

Der Weg nach Aussen beginnt dort, wo wir einzigartig und inspirierend sind.

Ich besuche mindestens einmal im Jahr eine intensive Fortbildung. Gerade im Alltag braucht es mein Zugeständnis, einen gewissen Raum meines Lebens einer größeren Sache zu widmen. Und somit habe ich schon einige Immersions besucht, das Eintauchen ins Anusara Yoga ist immer wieder wertvoll und tief berührend.

Die Teilnahme an einer Immersion gibt uns ganz viel:

wir können im geschützten Raum unter der Führung erfahrener Lehrer tiefer gehen. Um zu uns SELBST vorzustossen,  um von dort das in uns wohnende Potenzial zu entblättern.

In der tantrischen Philosophie heißt es, dass wir den Guru nicht im Äußeren folgen sollen. Alles Wissen, alle Weisheit sind schon immer in uns. Wir können in der Immersion lernen, wie wir die Nebel der Unwissenheit und Ignoranz lösen. Tatsächlich ist der Weg des Yoga ein ständiges Enthüllen und Verhüllen; sobald wir etwas verstanden haben, legt sich eine neue Frage wie ein Schleier über die gerade neu gewachsene Erkenntnis. Und so wird das Lernen und Verstehen ein wichtiger und nicht endender (und nie langweilig werdender) Prozess. Wer sich dabei ein wenig  an die Hand nehmen lässt, fällt weniger oft und erhält immer wieder Anstupser in die „richtige“ Richtung.

Immersions sind auch wunderbar für Yoga-Nerds: wer wirklich hinter das blicken will, was uns immer wieder auf die Yogamatte holt, findet hier die konkrete Wissenschaft der alten Tradition verbunden mit den Erkenntnissen unserer modernen Welt. Gerade in der jetzigen Yogawelt wird vieles mythologisiert – bei uns erhältst Du konkrete Antworten. Dafür keine Heil-Versprechen ; ). Die Technik oder auch das Handwerk des Anusara Yoga ist so klug entwickelt, daß es einmal verinnerlicht in immer feineres Verstehen führt. In der Gruppe wird durch Austausch und Diskussion Yoga lebendig.

Wer die Anusara Yogalehrer Ausbildung anstrebt, kann hier die ersten wichtigen Schritte mit uns gehen.

Ab Januar geht es los in Berlin mit der wundervollen Christina Lobe: an sechs Wochenenden bis in den Sommer gibt es die Möglichkeit, tief in das Verständnis für die Anatomie, Philosophie, die Universellen Ausrichtungsprinzipien des Anusara Yoga und die eigene Praxis einzutauchen.

Infos findest Du unter EVENTS oder bei Tina: http://www.christinalobe.com/anusara-immersion-2018-berlin/

Wenn es weitere Fragen gibt, stehen wir beide gern zur Verfügung!